Der Collaborative Marketing Club (CMC) hat gemeinsam mit der Deutschen Post erneut die Wirkung von Print-Mailings untersucht. Die aktuelle CMC Print-Mailing-Studie 2026 analysiert insgesamt 858.490 Werbesendungen von 35 Online-Shops und liefert spannende Erkenntnisse zur Bestandskundenaktivierung.
Im Fokus der diesjährigen Studie steht die Frage, wie kundenwertbasierte Gutscheinstrategien die Wirtschaftlichkeit von Print-Mailing-Kampagnen beeinflussen. Dafür wurden Kund:innen erstmals gezielt anhand ihres bisherigen Kaufverhaltens segmentiert und mit unterschiedlichen Gutscheinwerten angesprochen. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Print-Mailings bleiben ein hochperformanter Kanal im Dialogmarketing – insbesondere bei datengetriebener Zielgruppenansprache.
Die wichtigsten Ergebnisse der CMC Print-Mailing-Studie 2026
Conversion Rate bleibt auf hohem Niveau
Print-Mailings erzielen weiterhin starke Performance-Werte: Die durchschnittliche Conversion Rate (CVR) liegt bei 4,0 %. Damit bestätigt die Studie erneut die hohe Aktivierungsleistung physischer Werbesendungen – auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten.
Besonders interessant: Hochwertige Kundensegmente reagieren deutlich stärker auf Print-Mailings als Gelegenheitskäufer:innen. Top-Kund:innen erreichen eine bis zu 3,9-mal höhere Conversion Rate als Kund:innen mit niedrigem Kundenwert.
Print-Mailings wirken langfristig
Die Studie bestätigt erneut die starke Langzeitwirkung von Print-Mailings. Zwar erfolgt ein großer Teil der Bestellungen kurz nach dem Versand, doch nahezu die Hälfte aller Käufe entsteht erst mehrere Wochen später:
- 39 % der Bestellungen erfolgen innerhalb der ersten 14 Tage
- 46 % der Bestellungen entstehen erst ab Woche fünf nach Versand
Damit zeigt sich erneut ein entscheidender Vorteil von Print-Mailings gegenüber vielen digitalen Werbeformen: Werbebriefe bleiben sichtbar und wirken über einen langen Zeitraum hinweg.
Deutlich höhere Warenkörbe durch Print-Mailings
Print-Mailings steigern nicht nur die Kaufwahrscheinlichkeit, sondern auch den durchschnittlichen Bestellwert deutlich.
Vor der Studie lag der durchschnittliche Warenkorb der teilnehmenden Online-Shops bei 95,21 €. Nach Erhalt eines Print-Mailings stieg dieser Wert auf durchschnittlich 118,79 €.
Das entspricht einer Steigerung von 24,8 %.
Besonders hoch fallen die Warenkörbe bei Top-Kund:innen aus. Diese erzielen durchschnittliche Warenkorbwerte von über 142 €.
ROAS: Jeder investierte Euro bringt 9,61 € Umsatz
Auch beim Return on Advertising Spend (ROAS) überzeugen Print-Mailings weiterhin mit starken Ergebnissen.
Die Studie erreicht einen durchschnittlichen ROAS von 961 %. Das bedeutet: Jeder investierte Euro generiert durchschnittlich 9,61 € Umsatz.
Damit bleiben Print-Mailings ein äußerst profitabler Performance-Kanal im Bestandskundenmarketing.
Neue Erkenntnisse: Gutscheinstrategien nach Kundenwert
Das zentrale Fokusthema der diesjährigen Studie untersucht den Einfluss unterschiedlicher Gutscheinwerte auf Conversion und Profitabilität.
Hierfür wurden die Kund:innen mittels RFM-Analyse in verschiedene Kundensegmente eingeteilt:
- Recency (Zeitpunkt des letzten Kaufs)
- Frequency (Kaufhäufigkeit)
- Monetary Value (Warenkorbwert)
Anschließend wurden unterschiedliche Gutscheinstrategien getestet.
Gelegenheitskund:innen reagieren stärker auf höhere Gutscheine
Bei Kund:innen mit niedrigem Kundenwert führte ein höherer Gutscheinwert zu deutlich besseren Ergebnissen:
- Conversion Rate steigt von 2,1 % auf 2,8 %
- Plus von 33 % bei der CVR
- Höherer ROAS trotz gestiegener Gutscheinkosten
Die Studie zeigt damit klar: Höhere Anreize können bei niedrigwertigen Kundensegmenten sinnvoll sein, um Reaktivierungen zu fördern.
Top-Kund:innen benötigen nicht zwangsläufig hohe Rabatte
Bei besonders wertvollen Kund:innen zeigte sich dagegen ein anderer Effekt:
Niedrigere Gutscheine führten zwar zu einer geringeren Conversion Rate, verbesserten jedoch den ROAS nach Abzug der Gutscheinkosten deutlich.
Das bedeutet: Top-Kund:innen kaufen häufig auch ohne maximale Rabatte – wodurch sich niedrigere Gutscheinwerte wirtschaftlich stärker auszahlen können.
RFM-Analyse liefert wertvolle Erkenntnisse
Wie bereits in den Vorjahren bestätigt die Studie die hohe Relevanz datengetriebener Kundensegmentierung.
Die Ergebnisse zeigen:
- Kund:innen mit kürzlich erfolgtem Kauf reagieren am stärksten auf Print-Mailings
- Mehrfachkäufer:innen erzielen die höchsten Conversion Rates
- Kund:innen mit hohen bisherigen Warenkorbwerten reagieren deutlich besser
Die RFM-Analyse liefert damit wertvolle Hinweise für eine effiziente Kampagnenplanung und Budgetsteuerung.
Fazit: Print-Mailings bleiben ein starker Performance-Kanal
Die CMC Print-Mailing-Studie 2026 zeigt erneut, dass Print-Mailings im Bestandskundenmarketing hervorragend funktionieren. Sie aktivieren Kund:innen zuverlässig, steigern Warenkörbe und erzielen hohe Werbeerträge.
Besonders spannend sind die neuen Erkenntnisse zur Gutscheinstrategie: Nicht jede Zielgruppe benötigt dieselben Anreize. Wer Kund:innen datenbasiert segmentiert und Gutscheinwerte gezielt anpasst, kann die Profitabilität seiner Kampagnen deutlich steigern.
Print-Mailings bleiben damit ein leistungsstarker Bestandteil moderner Omnichannel- und Dialogmarketing-Strategien.
Weitere Infos unter: CMC-Studie








