Wie steigern Print-Mailings laut CMC Print-Mailing-Studie 2026 Conversion, Warenkorbwert und Profitabilität?

21. Mai 2026

Der Collaborative Marketing Club (CMC) hat gemeinsam mit der Deutschen Post erneut die Wirkung von Print-Mailings untersucht. Die aktuelle CMC Print-Mailing-Studie 2026 analysiert insgesamt 858.490 Werbesendungen von 35 Online-Shops und liefert spannende Erkenntnisse zur Bestandskundenaktivierung.

Im Fokus der diesjährigen Studie steht die Frage, wie kundenwertbasierte Gutscheinstrategien die Wirtschaftlichkeit von Print-Mailing-Kampagnen beeinflussen. Dafür wurden Kund:innen erstmals gezielt anhand ihres bisherigen Kaufverhaltens segmentiert und mit unterschiedlichen Gutscheinwerten angesprochen. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Print-Mailings bleiben ein hochperformanter Kanal im Dialogmarketing – insbesondere bei datengetriebener Zielgruppenansprache.

Die wichtigsten Ergebnisse der CMC Print-Mailing-Studie 2026

Conversion Rate bleibt auf hohem Niveau

Print-Mailings erzielen weiterhin starke Performance-Werte: Die durchschnittliche Conversion Rate (CVR) liegt bei 4,0 %. Damit bestätigt die Studie erneut die hohe Aktivierungsleistung physischer Werbesendungen – auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten.

Besonders interessant: Hochwertige Kundensegmente reagieren deutlich stärker auf Print-Mailings als Gelegenheitskäufer:innen. Top-Kund:innen erreichen eine bis zu 3,9-mal höhere Conversion Rate als Kund:innen mit niedrigem Kundenwert.

Print-Mailings wirken langfristig

Die Studie bestätigt erneut die starke Langzeitwirkung von Print-Mailings. Zwar erfolgt ein großer Teil der Bestellungen kurz nach dem Versand, doch nahezu die Hälfte aller Käufe entsteht erst mehrere Wochen später:

  • 39 % der Bestellungen erfolgen innerhalb der ersten 14 Tage
  • 46 % der Bestellungen entstehen erst ab Woche fünf nach Versand

Damit zeigt sich erneut ein entscheidender Vorteil von Print-Mailings gegenüber vielen digitalen Werbeformen: Werbebriefe bleiben sichtbar und wirken über einen langen Zeitraum hinweg.

Deutlich höhere Warenkörbe durch Print-Mailings

Print-Mailings steigern nicht nur die Kaufwahrscheinlichkeit, sondern auch den durchschnittlichen Bestellwert deutlich.

Vor der Studie lag der durchschnittliche Warenkorb der teilnehmenden Online-Shops bei 95,21 €. Nach Erhalt eines Print-Mailings stieg dieser Wert auf durchschnittlich 118,79 €.

Das entspricht einer Steigerung von 24,8 %.

Besonders hoch fallen die Warenkörbe bei Top-Kund:innen aus. Diese erzielen durchschnittliche Warenkorbwerte von über 142 €.

ROAS: Jeder investierte Euro bringt 9,61 € Umsatz

Auch beim Return on Advertising Spend (ROAS) überzeugen Print-Mailings weiterhin mit starken Ergebnissen.

Die Studie erreicht einen durchschnittlichen ROAS von 961 %. Das bedeutet: Jeder investierte Euro generiert durchschnittlich 9,61 € Umsatz.

Damit bleiben Print-Mailings ein äußerst profitabler Performance-Kanal im Bestandskundenmarketing.

Neue Erkenntnisse: Gutscheinstrategien nach Kundenwert

Das zentrale Fokusthema der diesjährigen Studie untersucht den Einfluss unterschiedlicher Gutscheinwerte auf Conversion und Profitabilität.

Hierfür wurden die Kund:innen mittels RFM-Analyse in verschiedene Kundensegmente eingeteilt:

  • Recency (Zeitpunkt des letzten Kaufs)
  • Frequency (Kaufhäufigkeit)
  • Monetary Value (Warenkorbwert)

Anschließend wurden unterschiedliche Gutscheinstrategien getestet.

Gelegenheitskund:innen reagieren stärker auf höhere Gutscheine

Bei Kund:innen mit niedrigem Kundenwert führte ein höherer Gutscheinwert zu deutlich besseren Ergebnissen:

  • Conversion Rate steigt von 2,1 % auf 2,8 %
  • Plus von 33 % bei der CVR
  • Höherer ROAS trotz gestiegener Gutscheinkosten

Die Studie zeigt damit klar: Höhere Anreize können bei niedrigwertigen Kundensegmenten sinnvoll sein, um Reaktivierungen zu fördern.

Top-Kund:innen benötigen nicht zwangsläufig hohe Rabatte

Bei besonders wertvollen Kund:innen zeigte sich dagegen ein anderer Effekt:

Niedrigere Gutscheine führten zwar zu einer geringeren Conversion Rate, verbesserten jedoch den ROAS nach Abzug der Gutscheinkosten deutlich.

Das bedeutet: Top-Kund:innen kaufen häufig auch ohne maximale Rabatte – wodurch sich niedrigere Gutscheinwerte wirtschaftlich stärker auszahlen können.

RFM-Analyse liefert wertvolle Erkenntnisse

Wie bereits in den Vorjahren bestätigt die Studie die hohe Relevanz datengetriebener Kundensegmentierung.

Die Ergebnisse zeigen:

  • Kund:innen mit kürzlich erfolgtem Kauf reagieren am stärksten auf Print-Mailings
  • Mehrfachkäufer:innen erzielen die höchsten Conversion Rates
  • Kund:innen mit hohen bisherigen Warenkorbwerten reagieren deutlich besser

Die RFM-Analyse liefert damit wertvolle Hinweise für eine effiziente Kampagnenplanung und Budgetsteuerung.

Fazit: Print-Mailings bleiben ein starker Performance-Kanal

Die CMC Print-Mailing-Studie 2026 zeigt erneut, dass Print-Mailings im Bestandskundenmarketing hervorragend funktionieren. Sie aktivieren Kund:innen zuverlässig, steigern Warenkörbe und erzielen hohe Werbeerträge.

Besonders spannend sind die neuen Erkenntnisse zur Gutscheinstrategie: Nicht jede Zielgruppe benötigt dieselben Anreize. Wer Kund:innen datenbasiert segmentiert und Gutscheinwerte gezielt anpasst, kann die Profitabilität seiner Kampagnen deutlich steigern.

Print-Mailings bleiben damit ein leistungsstarker Bestandteil moderner Omnichannel- und Dialogmarketing-Strategien.

Weitere Infos unter: CMC-Studie

Ähnliche Posts

Mailinganfrage

Mailinganfrage_v01


Stück
20000