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Ist Printwerbung oder digitale Werbung klimafreundlicher?

9. März 2026

Wir haben bereits über die aktuelle Lebenszyklusanalyse des Öko-Instituts (2025) berichtet, die zeigt:
Entscheidend ist nicht der Kanal, sondern das Nutzungsszenario.


Der blinde Fleck im Digitalen

Während Emissionen bei Print sichtbar sind (Papier, Druck, Transport), bleiben sie bei Digital oft verborgen:

  • Rechenzentren laufen dauerhaft
  • Daten werden bei jeder Nutzung neu übertragen
  • Endgeräte verbrauchen kontinuierlich Strom
  • Tracking erhöht das Datenvolumen zusätzlich

Diese Faktoren summieren sich – insbesondere bei längerer Betrachtung.


Der Faktor Zeit

Im vom Öko-Institut untersuchten Vergleichsszenario kann sich die Treibhausgasbilanz digitaler Formate bereits bei kurzer Nutzungsdauer gegenüber dem untersuchten Printformat verschlechtern.

Je informationsintensiver ein Format, desto relevanter wird dieser Effekt.


Strategischer Leitfaden: Wann welcher Kanal?

PRINT sinnvoll, wenn …

  • Inhalte intensiv gelesen werden
  • Informationsdichte hoch ist
  • Mehrfachnutzung realistisch ist

DIGITAL sinnvoll, wenn …

  • Interaktion oder Transaktion im Fokus steht
  • Inhalte sehr kurz sind
  • hohe Aktualität erforderlich ist

Was Entscheider daraus mitnehmen sollten

Erfolgreiche Mediaplanung bedeutet nicht „Digital-first“.
Sie bedeutet: den richtigen Kanal für den richtigen Zweck wählen.

Wer die jeweiligen Nutzungsszenarien und Treibhausgasemissionen berücksichtigt, kann Medienentscheidungen differenzierter treffen und Greenwashing-Risiken reduzieren.


Weitere Infos zur O/D unter: https://od-online.de/unternehmen/od/umweltversprechen/

Quelle:
Öko-Institut e.V. (2025): Vergleichende Bewertung des Treibhauspotenzials von Printwerbung im Vergleich zu Online-Werbung. Lebenszyklusanalyse nach DIN EN ISO 14040/14044 & ISO 14067.

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