Bereits im Januar haben wir über die aktuelle Lebenszyklusanalyse des Öko-Instituts (2025) berichtet, die zeigt:
Entscheidend ist nicht der Kanal, sondern das Nutzungsszenario.
Der blinde Fleck im Digitalen
Während Emissionen bei Print sichtbar sind (Papier, Druck, Transport), bleiben sie bei Digital oft verborgen:
- Rechenzentren laufen dauerhaft
- Daten werden bei jeder Nutzung neu übertragen
- Endgeräte verbrauchen kontinuierlich Strom
- Tracking erhöht das Datenvolumen zusätzlich
Diese Faktoren summieren sich – insbesondere bei längerer Betrachtung.
Der Faktor Zeit
Bereits ab etwa 1,4 Sekunden Betrachtungsdauer kann die CO₂-Bilanz digitaler Formate schlechter sein als die von Print.
Je informationsintensiver ein Format, desto relevanter wird dieser Effekt.
Strategischer Leitfaden: Wann welcher Kanal?
PRINT sinnvoll, wenn …
- Inhalte intensiv gelesen werden
- Informationsdichte hoch ist
- Mehrfachnutzung realistisch ist
DIGITAL sinnvoll, wenn …
- Interaktion oder Transaktion im Fokus steht
- Inhalte sehr kurz sind
- hohe Aktualität erforderlich ist
Was Entscheider daraus mitnehmen sollten
Nachhaltige Mediaplanung bedeutet nicht „Digital-first“.
Sie bedeutet: den richtigen Kanal für den richtigen Zweck wählen.
Wer faktenbasiert plant, reduziert nicht nur Emissionen, sondern auch Greenwashing-Risiken – und erhöht strategische Glaubwürdigkeit.
Weitere Infos zur Nachhaltigkeit der O/D unter: https://od-online.de/unternehmen/od/umweltversprechen/
Quelle:
Öko-Institut e.V. (2025): Vergleichende Bewertung des Treibhauspotenzials von Printwerbung im Vergleich zu Online-Werbung. Lebenszyklusanalyse nach DIN EN ISO 14040/14044 & ISO 14067.








